Volle Konzentration und zwei ruhige Hände – das sind die wichtigsten Features eines Chirurgen. Bei Operationen im Mikrobereich kommen Mi- kroskope zum Einsatz, um alles genau zu erfassen. Das Innsbrucker Start- up BHS Technologies unterstützt die Ärzte nun mit spannender Technik. Es kombiniert modernste Robotertechnik mit 3-D-Kamera und virtueller Realität. Am Roboterarm, der auf 0,02 Millimeter genau arbeiten kann, sind zwei Hochgeschwindigkeitskameras befestigt, die die operierende Stelle mit 120 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Der Chirurg sieht diese Aufnahme auf einem riesigen virtuellen Bildschirm in seiner Brille – und muss daher nicht mehr während des Eingriffs durch ein Mikroskop schau- en. Mittels Kopfbewegung kann er die Kameraposition jederzeit verän- dern, ohne das Skalpell aus der Hand geben zu müssen. Auch Zusatzinfor- mationen, wie CT- oder Röntgen-Aufnahmen, können über die Brille ein- geblendet werden. Damit sollen Operationen in Zukunft noch schneller und exakter durchgeführt werden können.


Das Produkt geht 2020 in Serie, die Herstellung erfolgt in Österreich.

Foto: Fabio Cracolici/www.cracofoto.at

Die Brille ist so gebaut, dass man an der Seite und unten an ihr vorbeischauen kann – und die reale Situation im OP überblickt.

Robocop im OP

Schneller und präziser operieren: Ein in Tirol entwickeltes Robotermikroskop macht es möglich.

Ich brauch’ Power für mein’ Akku

Er lässt sich verdrehen, biegen und dehnen: Forscher der ETH Zürich haben einen neuen Dünnfilm-Akku aus weichen Materialien ent- wickelt. „So konsequent wie wir hat bisher noch niemand ausschließlich flexible Kompo- nenten eingesetzt, um einen Lithium-Ionen- Akku herzustellen“, sagt Markus Niederber- ger, der das Forschungsprojekt leitet. Die bei- den Stromsammler für Anode und Kathode bestehen aus dehnbarem Kunststoff, der lei- tenden Kohlenstoff enthält. Eine dünne, dach- ziegelartig angeordnete Schicht aus winzigen Silberflocken an der Innenseite verliert den Kontakt auch bei starker Dehnung nicht. Die neue Batterie soll in faltbaren Elektronikgerä- ten zum Einsatz kommen.



Riechen lernen

Das Brain Team von Google entwickelt ein Machine-Learning-Tool, das Gerüche erlernt. Dabei wird die Molekülstruktur analysiert und mit der passenden Geruchsbezeichnung ver- knüpft, etwa „holzig“, „süß“ oder „Jasmin“. Mit Tausenden Molekülen wurde das Netzwerk trainiert, dann getestet. Mit Erfolg: In Folge konnte der Algorithmus weitere Gerüche vor- hersagen.

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Foto: Laboratorium für Multifunktionsmaterialien/ETH Zürich