Not all classrooms have four walls!

Denn die beste Bildung ist das Reisen. So nutzen Hagen- bergs Studierende die Möglichkeit, während eines Aus- landssemesters oder -praktikums die Welt zu erkunden. Sie erzählen über ihre gewonnenen Erfahrungen abseits des Lehrplans.

Einmal nicht vom dänischen Wind verweht – Moritz (vorne, 2. v. l.) und Sophie (hinten, 3. v. r. ) mit anderen Internationals vor der Schlossmühle in Malmö.

Foto: privat

In Dänemark weht ein anderer Wind

Das ist nicht nur auf die starken Böen bezogen, die einen teilweise fast vom Rad wehen, sondern auch auf die Mentalität der Menschen. DänIn- nen sind ein zähes Volk, das auch bei klirrender Kälte und sintflutartigem Regen noch aufs Rad steigt – echte Wikinger eben! Nur von dem nach- gesagten Angst und Schrecken ist bei den DänInnen nichts mehr übrig. Denn Moritz Kubesch und Sophie Rinnerthaler fühlten sich durch die zu- vorkommende, liebenswerte Art der Menschen gleich willkommen.

„Zusammen mit den Einwohnerinnen und Einwohnern und den anderen Erasmus-Studierenden wurde unsere Zeit in Dänemark zu einem un- glaublichen Abenteuer und das trotz der Dunkelheit, die im Winter dort herrscht. Von Roadtrips durchs Land zu sechsgängigen Weihnachtsfes- ten und wilden dänischen Partytänzen – über diesen Auslandsaufenthalt werden wir noch lange erzählen“, sagen die beiden Studierenden im Ba- chelor Medientechnik und -design.

Hei Sørlandet!

Michaela Hilger führte ihr Auslandssemester an die Südküste Norwe- gens. Hier tauscht das Land die berühmten Berge und Fjorde für maleri- sche Häfen und Segelboote. Im Landesteil Sørlandet ist es für Norwegen sogar verhältnismäßig warm.

Michaela besuchte an der „University of Adger“ in Grimstad sowohl einen Norwegisch-Kurs als auch Lehrveranstaltungen über Interaction Design und Mobile Learning. Neben den Kursen und dem Schreiben der Master- arbeit blieb für die Studentin dennoch ausreichend Zeit, Sørlandet und andere Teile Norwegens zu erkunden.

Norwegen ist ein Land für NaturliebhaberInnen, WanderfreundInnen und Outdoorjunkies. Die Studentin im Master Kommunikation, Wissen, Medi- en ist von den Möglichkeiten begeistert: „Besonders gefallen hat mir die Gemeinschaft unter den Internationals. Wir unternahmen in kleineren Gruppen Ausflüge zum Wandern, Segeln oder Sightseeing und konnten viele Kontakte knüpfen.“

Surf and work – Bienvenidos a Sopelana!

Anna Kirchgasser lernte im Gegenzug ein wärmeres Land Europas ken- nen. Mit der Aussicht darauf, das Meer fast vor der Haustüre zu haben, bewarb sich Anna beim Secondhand-Onlineshop Micolet in Bilbao, Nord- Spanien.

Dort durfte sie als Zuständige für Online-Marketing in Deutschland die deutsche Website launchen und bei Influencer-Kooperationen mitarbeiten.

„Ein Auslandspraktikum im spanischen Baskenland kann ich durch die kulturelle Vielfalt und die Offenheit der SpanierInnen nur weiterempfeh- len“, schwärmt die Studentin im Bachelor Kommunikation, Wissen, Medien.

In Bilbao kann man nicht nur köstliche Pintxos in der Altstadt verkosten und den Weißwein Txakoli genießen, sondern auch das Guggenheim Mu- seum und verschiedene Ausstellungen besuchen. Außerhalb von Bilbao taucht man gerne in den Surferlifestyle ein. Am „La Salvaje Beach“ in So- pelana ging Anna jede Woche surfen und erfüllte sich so ihren Praktikumstraum.

Tempel trifft Technik in Taiwan

Chinesische Kultur, einer der schnellsten Aufzüge der Welt und heiße Quellen inmitten der Metropole: Taiwan hat vieles zu bieten und könnte abwechslungsreicher nicht sein. Das hochmoderne Land mit seiner auf- geschlossenen Bevölkerung steht deshalb auf so mancher „Bucket List”. Mona Wiesinger konnte die Insel bereits abhaken. Die Energy Informatics Studentin verbrachte ihr Auslandssemester an der National Taiwan Uni- versity of Science and Technology in Taipeh.

„Wer noch nie in Asien war, bekommt anfangs einen kleinen Kultur- schock. Hat man die sichere Stadt mit seinen zuvorkommenden Einhei- mischen jedoch einmal kennengelernt, ist dies sofort vergessen“, sagt Mona. Für die Studentin war Taipeh eine tolle Ausgangsbasis zum Reisen in Asien, denn Japan, Hongkong, Südkorea und auch die Philippinen sind von dort aus schnell und günstig zu erreichen.

The Aussie Life

Alina-Isabelle Gerl tauschte mit ihrem Auslandssemester kurzerhand ös- terreichischen Winter gegen australischen Sommer. Die Medientechnik und -design Studentin verbrachte das Wintersemester an der Edith Co- wan University (ECU) in Perth, an der über 30.000 Studierende inskribiert sind.

Neben ihren Reisen an die Ost- und Westküste Australiens bezeichnet Alina die winzige Insel „Rottnest Island“ nahe Perth als ihr persönliches Highlight. Dort verbrachte sie viel Zeit und erkundete die fast unbewohnte Insel mit dem Fahrrad.

„In Australien zu leben und zu studieren war eine einzigartige Erfahrung. Die Menschen sind sehr freundlich und relaxt, die Strände unglaublich schön und die Tiere faszinierend. Ich habe meine Zeit dort mehr als ge- nossen“, sagt die Studentin.

Welcome to the Garden State

Auf nach Princeton in New Jersey machte sich Lukas Schörghuber im Sommersemester. Zwar nicht, um auf den Spuren Einsteins zu wandeln, sondern um sein Praktikum bei Siemens Corporate Technology anzutreten.

Der Software Engineering Student konnte dort seine Kenntnisse in den Bereichen Softwareentwicklung und Machine Learning einbringen. Zum Ausgleich ging er gerne wandern, spielte Softball im Siemens-Team und erkundete die USA. „Ich bin schon viel gereist und habe viel Lustiges er- lebt. Man wird im Ausland auch sehr selbständig und erhält auf vieles ei- nen neuen Blickwinkel“, schwärmt Lukas.

Adventure, Action & Adrenalin

Langweilig wurde Nadine Obwaller bei ihrem Auslandssemester in Trond- heim, Norwegen, bestimmt nicht. Denn die Studentin im Master Embed- ded Systems Design nutzte jede freie Minute, um unterwegs zu sein. Bei unzähligen Kletterausflügen, Wanderungen und Skitouren lernte Nadine die faszinierende Landschaft Norwegens kennen und lieben: „Diese Ein- drücke machten mein Auslandssemester zur besten Zeit meines Studiums.”

In Tromsø ist schon Anfang Dezember Polarnacht und so erlebte Michaela bereits um 13 Uhr bei einer Wanderung Sonnenuntergangsstim- mung.

Foto: privat


Surf-Paradies, Strand und Kulturprogramm: Das durfte Anna im Praktikum genie- ßen. Nicht fehlen durfte ein Besuch im Guggenheim Museum und bei den Flysch-Klippen in Zumaia, wo die letzten Spuren vom Aussterben der Dinosaurier zu finden sind.

Fotos: privat

Monas Highlight: die Wanderungen mit Ausblick auf Taipeh, vor allem bei Sonnenuntergang!

Foto: privat


Das obligatorische Foto vor dem Sydney Opera House und Känguru-Babys – Aus- tralien hat Alina sichtlich in den Bann gezogen.

Fotos: privat

Städte erkunden stand bei Lukas ganz oben auf der To-do-Liste, am liebsten mit dem Rad wie hier in Washington!

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Beeindruckend − Nadine Ob- waller wurde beim Wandern mit diesem Ausblick auf die Lofoten-Inseln belohnt.

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Hagenberg international

-Studiensemester und Praktika können auch im Ausland absolviert werden (mehr Fotos: www.fh-ooe.at/fotos-outgoings-hgb), Unterstützung durch das Internatio- nal Office am Campus bzw. den gewählten Studiengang

-Aktuell rund 130 Partnerhochschulen in über 40 Ländern

(Details unter www.fh-ooe.at/partnerunis-hgb)

-Drei Masterstudiengänge in englischer Sprache: Interactive Media, Mobile Com- puting, Energy Informatics

-Double-Degree-Abkommen zwischen dem Masterstudiengang Software Engi- neering und dem renommierten Department für Mathematik und Computer Sci- ence der norditalienischen Università della Calabria (www.fh-ooe.at/se-ma)

-Diverse internationale Veranstaltungen, z. B. International Evenings, die Summer School in Collaborative Systems and Security und das Security Forum

Mehr Infos:

www.fh-ooe.at/international