Mathias Klose, BSc (li.) mit Betreuer FH-Prof. DI Dr. Herbert C. Leindecker

Foto: FH OÖ

RADON – Gefahr aus dem Boden

Das Edelgas Radon und seine radioaktiven Zerfallsprodukte sorgen in Österreich für hunderte Todesfälle pro Jahr.

Bauingenieurwesen-Student Mathias Klose stieß im vierten Semester in der Lehrveranstaltung Bauökologie und -biologie auf dieses brisante Thema – und es ließ ihn nicht mehr los. Er machte Radonschutz zum In- halt seiner Bachelorarbeit, für die er in Linz ein zehnwöchiges Praktikum bei der Radon-Fachstelle absolvierte. Heute ist er dort angestellt – und einer der ExpertInnen zum Thema in Österreich. „Tritt Radon aus dem Untergrund aus und gelangt über Risse in erdberührten Bauteilen in die Innenraumluft, können die radioaktiven Zerfallsprodukte durch Einatmen Lungenkrebs auslösen!“, erklärt er.

Fensterlüften als Sofortmaßnahme

„Radonschutz, der schon in der Planungsphase berücksichtigt wird, ist günstiger und effektiver als eine nachträgliche Radonsanierung“, berich- tet Klose. Im Neubau werden meist Drainagen unter der Bodenplatte ver- legt, um das Gas gezielt ableiten zu können. Bei Sanierungen muss indi- viduell beurteilt werden: „Erste einfache Sofortmaßnahmen stellen regel- mäßiges Stoßlüften und die Umnutzung belasteter Räume dar“, erläutert der angehende Bauingenieur. „Bei stark belasteten Häusern kann bei- spielsweise ein Absaugen des Bodengases über sogenannte Radonbrun- nen Abhilfe bringen.“

Mathias Klose möchte eine Kommunikationsstrategie erarbeiten, um möglichst alle Baufachleute vom vorbeugenden Radonschutz zu informieren.