© ZOOM VP

QUARTIER AM SEEBOGEN

Wohnen und Arbeiten werden in einem Viertel gemeinsam entwickelt – und zwar recht unterschiedlich. Neu sind nicht nur die Projekte, auch die Art und Weise, wie das gemacht wird: in einer eigens geschaffenen Quartierswerkstatt. Das gesamte Quartier ist als Schwammstadt angelegt.

Holz & Modul & vielseitig

Forum am Seebogen


Ein nutzungsoffenes Stadthaus, das zeigt, wie zeitgemäß die Holzsystembauweise ist. Trotz Vorfertigung können sehr unter- schiedliche Raumlösungen geschaffen werden, beweist diese Immobilie: Am Dach Büros, die teilweise zu den darunter liegenden Wohnungen zugeschaltet wer- den können, im Erdgeschoß ein weitge- hend öffentlicher Raum für alle.

© Hanna Schimek / fasch&fuchs / aberjung

© SchreinerKastler

Stellplätze

mit Kultur als Basis

Kulturgarage


Eine wesentliche Strategie der Seestadt sind Sammelgaragen, um den Verkehr zu bündeln und zu reduzieren. Mehrere Bau- felder teilen sich diese Hochgaragen, die günstiger als Tiefgaragen sind und vor al- lem leichter umnutzbar. Die Erdgeschoß- flächen der Garagen werden aber „höher- wertig“ genutzt. Und so wird ein multi- funktionaler Kulturbereich mit Veranstal- tungssaal für rund 500 Besucher als zweigeschoßige Sockelzone unter den Stellplätzen am Seebogen realisiert. Die ungewöhnliche Nutzung spiegelt sich auch in der von den Künstlern Hanna Schimek und Gustav Deutsch entworfe- nen Fassade wider.


übergreifende Mischung

Gewerbehof Bauplatz


Fünf Bauträger und Investoren – von ge- meinnützig, kommunal bis gewerblich – arbeiten hier zusammen, um bauplatz- übergreifend einen Nutzungsmix zu schaffen. Herauskommen soll kein zufäl- liges Nebeneinander von geplanten 270 Wohnungen, Sammelgarage, Nahversor- gung und einem Gewerbehof mit bis zu 250 Arbeitsplätzen, sondern eine bewuss- te feinkörnige Verschränkung mit dem Quartier auf vielen Ebenen. Eine gebaute Vision eines Gewerbehofs der Zukunft mit breitem Spektrum an Produktion und Dienstleistungen, einem eigenen DIY-Hub („Die Selbermacherei“) und neuer Wohnraumtypologie.

© Asynkron


Alt und Jung

Kolok-as


Drei Vereine holen ihre Zielgruppe ins Wohnhaus: Ältere, Studierende und Alleinerziehende. Geplant sind dann Oma-Dienst, Wohnbuddys und (in Zusammenarbeit mit einem Betreiber des Tageszentrums für Menschen mit intellektueller bzw. mehrfacher Behinderung) eine Helpbase u. v. m.


mit verschiebbaren Möbeln

Gemeindebau Neu


Schaut nicht so aus, ist aber ein Gemeindebau. Und zwar besser als je zuvor, u. a. mit verschiebbaren Möbeln, die als Raumtrennelemen- te eingesetzt werden können.

© ZOOM VP / WUP

Weitere Fakten

-200.000 m2 Bruttogrundfläche

-insgesamt 1.250 Wohnungen für ca. 2.500 Menschen (2/3 gefördert)

-Zentraler Park (mit wetter-geschützten Bereichen)

-Bildungs-Campus mit Jugendzentrum (begrünte Fassade, Außentreppen ins Freie aus allen Ebenen, modernes Energiekonzept …)

-städtische Bücherei mit Lesegarten

-5.000 m2 „Büro“-Nutzfläche

-2 Baugruppen

-Sporteinrichtungen

-Diverse weitere Projekte, bei denen Wohnen und Arbeiten verschränkt ist

© SchreinerKastler

Biotope City

Kostengünstig gegen Hitzestress

Schauen Sie sich das an! Sie werden nichts sehen. Die Biotope City ist ein Stadtteil am Wienerberg mit 990 Wohnungen, davon 400 geförderte und 200 SMART- Wohnungen. Okay, aber das Besondere liegt unter, zwischen und über den Gebäuden. „Es geht um die Re- naturierung der Stadt: Blattgrün ist das weitaus effizi- enteste und kostengünstigste Mittel zur Milderung von Hitzestress und Umweltfolgen. Die Biotope City beweist, dass hochverdichtet und gleichzeitig grün wohnen möglich und leistbar ist“, fasst Helga Fassbin- der, Stadtplanerin und Gründerin der Stiftung Biotope City, die Idee des Stadtteils am Wienerberg zusam- men. Das Quartier ist als Schwammstadt konzipiert, die Dächer und Fassaden sind begrünt und es gibt fast 10.000 Quadratmeter Wiesen und Staudenflächen. Eine „Bauanleitung für die grüne Stadt der Zukunft“ ist entstanden, und zwar im Rahmen eines eigenen Forschungsprojekts, das das Mikroklima vorab simu- lierte. Ergebnis: An Hitzetagen ist’s in der Biotope City bis zu 2,2 Grad Celsius kühler verglichen mit anderen Bestandsgebäuden.

Am ehemaligen

Areal der Coca-

Cola-Produktion am

Wienerberg entsteht

mit der Biotope City

ein Vorzeige-Stadtteil,

der leistbares Wohnen

mit einer Antwort auf

die Klimaewärmung

kombiniert.

© SchreinerKastler

-ca. 990 Wohnungen, davon 400 geförderte Wohnungen und 200 SMART-Wohnungen

-152 Hotelzimmer

-1 Schule, 1 Kindergarten

-2.000 m2 Kinder-/Jugendspielplätze

-600 m2 Gemeinschaftsgärten

-3.850 m2  Erdgeschoßgärten

-420 Radabstellplätze

-1.720 m2 Gemeinschaftsräume

-ca. 20.000 m2 Gewerbeflächen

-ca. 250 Bäume

-8.900 m2 Grünflächen

-PV + 13.600 m2 Dachbegrünung

-Schwammstadt

-930 m2 Staudenflächen

-13.600 m2 Dachbegrünung

-2.200 m2 Fassadenbegrünung

-760 m2 Retentionsteich

-Urbanes Garteln

-Grüne Balkone

-Niedrige Pflegekosten

-(nur 9 €/m2 pro Jahr)

-2 Schwimmbäder

-bauplatzübergreifende Gemeinschaftsräume in der Mikrozone für alle Bewohner

Weitere Fakten