© Raumposition / D.Wizke

NACHHALTIG: HOLZBAU +

ENERGIE- KONZEPTE

© Vivihouse

Open Source für Lehm und Stroh

vivihouse


Eine modulare Holzskelettbauweise, die speziell für den Einsatz ökologi- scher Rohstoffe optimiert ist: Stroh- ballen als Dämmstoff, Holzrahmen oder Kalk- und Lehmputze. Es eignet sich für mehrgeschoßige und ge- mischt genutzte Gebäude. Das Sys- tem ist wie Open Source in der Tech- nik: Jeder kann vivihouse-Bauelemen- te selbst bauen, der Zimmerer genau- so wie eine computergestützte Ferti- gung. Eine Kooperationsplattform soll es Planern ermöglichen, das Bausys- tem schrittweise weiterzuentwickeln.

© Matthias Silveri


100 Wohnungen

und 9 Monate

Podhagskygasse


Dieser IBA-Beitrag ist ein Ergebnis des Sofortwohnbauprogramms des Jahres 2016. Damals hatte sich die Stadt Wien dazu entschlossen, kostengünstigen Wohnraum auf derzeit nicht gewidmeten oder mit Bausperre belegten Grundstü- cken zu fördern. Nach zehn Jahren müs- sen diese Gebäude auch wieder weg. In der Podhagskygasse entstanden im Jahr 2018 auf so einem Grundstück nach nur neun Monaten Bauzeit 100 geförderte Wohnungen. Möglich wurde dies durch vorgefertigte Holz-Leichtbau-Modulsyste- me. Zwei Module bilden die Grundlage für fünf verschiedene Wohnungsgrößen zwi- schen 30 m2 und 100 m2, die Miete ist mit 7,50 Euro/m2 gedeckelt.


Prototyp in Holz

Forum am Seebogen


20 Wohnungen, von denen 6 mit Büros kombiniert werden können, zwei Gewer- beflächen, eine durchlässige Sockelzone – dank Holzmodulen schnell und kostengünstig.

© Manfred Seidl


Thermische Bauteilakti- vierung im sozialen Wohnbau

MGG22


Eine Premiere: die erste thermische Bauteilaktivierung im sozialen Wohn- bau bei ganzjähriger Versorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie. Das bedeutet: In den Betonmauern, - decken und -böden sind Rohrsysteme, in denen warmes oder kaltes Wasser fließt und die Wohnungen über die Speichermasse des Betons kühlt bzw. heizt. Die Wärme kommt in diesem Fall aus Wärmepumpen in Verbindung mit Erdwärme-Tiefensonden. Zusätz- lich kann sogar überschüssige Wind- energie eingespeist und im Beton ge- speichert werden. 160 Wohneinheiten auf 3 Bauplätzen profitieren von dem System.

© 3zu0_Landschaftsarchitektur

Schwammstadt Gegen Versiegelung

Bislang haben wir in Städten die Oberflächen versiegelt, weshalb Regenwasser nur über den Kanal abrinnen konnte. Schwammstädte sind so konzipiert, dass sie das Wasser (auch bei Starkregen) aufnehmen und speichern. So werden Bäume und andere Pflanzen auch bei längeren Trockenphasen mit Wasser versorgt. Ihnen steht auch ein größerer Wurzelraum durch geeignete Schotterkörper unter der Oberfläche zur Verfügung. Die Bäume bieten Schatten, sind Luftfilter, binden CO2, schützen vor Wind und sind die Basis für ein gesundes Mikroklima. Als Schwammstadt sind die Quartiere Biotope City, Am Seebogen und Waldrebengasse konzipiert.