© b18 architekten zt gmbh

MITEINANDER: SOZIAL + INTEGRATIV

Bunter geht’s kaum

Wolfganggasse (Quartier)


Das Quartier (beim Margaretengürtel stadtauswärts) umfasst rund 850 ge- förderte Wohnungen, aber auch Smart-Offices, ein Pflegewohnhaus mit stationärem und mobilem Ange- bot, Kindergarten, Geschäfte, Lehr- lingswerkstätten, ein Lehrlingswohn- heim und ein Grätzelzentrum für kul- turelle Aktivitäten. Bei den Wohnan- geboten wurde besonderes Augen- merk auf Alleinerziehende und Men- schen in Not gelegt. So geht Durchmischung!

© GBstern / David Lemmerer


Selbstbestimmte Generationen

Neu Leopold (Quartier)


Bei dieser Umnutzung eines ehemaligen Industrieareals liegt der Schwerpunkt auf kinder- und jugendfreundlicher Raum- gestaltung. Dafür wurde von der IBA ex- tra eine Studie beim SORA Institut beauf- tragt, sie hat Lösungsvorschläge erarbei- tet, die nun umgesetzt werden (z. B. durch anpassbaren Wohnraum im Gemeinde- bau). Natürlich finden in den insgesamt rund 1.255 Wohnungen auch andere Gruppen Platz, etwa Singles, Jungfamili- en, Patchworkfamilien, Studierende, Al- leinerzieher, Flüchtlinge, Senioren – teil- weise auch alle in einem Haus.


Tandemvergabe

An der Schanze


Speziell ist bei der Entwicklung dieses neuen Stadtquartiers am Donaufeld zwi- schen Floridsdorf und Kagran das zwei- stufige, dialogorientierte Verfahren. Die Bevölkerung konnte sich einbringen, für regelmäßigen Austausch zwischen allen Akteuren wurde gesorgt. Ein Output da- von: Ausgewählte Wohnungen werden über einen eigenen Verein für Alleinerzie- hende zur Vergabe angeboten. Über eine Tandemvergabe können benachbarte Wohnungen an Getrennterziehende oder an Alleinerziehende mit Familienangehö- rigen und Wahlverwandtschaft vergeben werden. In Kooperation mit der Volkshilfe Wien werden auch Wohnungen für Tages- mütter und Tagesväter bereitgestellt. Auch einen Wohncluster für Senioren gibt es.


Inklusion

Apfelbaum


Ein Gegenmodell zu Ausgrenzung und Verdrängung: Ein bestehender gründer- zeitlicher Block in Wien-Hernals soll zu einem vorbildlichen Quartier für selbstbe- stimmte Menschen werden, unabhängig von Herkunft, Behinderung, sexueller Ori- entierung oder Lebensalter. Auch Grund- stücksgrenzen werden hier gesprengt, um Flächen gemeinsam zu nutzen und ver- bundene Elemente in den Block zu bringen.