© rendity

©shutterstock/Christopher Moswitzer

Offener Immobilienfonds

Ab welcher Höhe macht ein Investment in Ihr Produkt Sinn – gibt es eine Mindestsumme?

Die beiden Immobilienfonds, der ERSTE IMMOBILIENFONDS und der ERSTE RESPONSIBLE IMMOBILIENFONDS, können mit ei- nem Einmalerlag oder mittels s Fonds Plan bereits mit kleinen monatlichen Beträgen ab rund 50 Euro angespart werden. Der guten Ordnung halber sei erwähnt, derzeit ist eine Zeichnung der beiden Fonds mit Einmalerlag nicht möglich, da keine zeich- nungsfähige Tranche aufliegt.




Für welchen Zeitraum eignet sich das Investment?

Der Immobilienfonds ist als langfristiges Investment gedacht. Unsere Empfehlung liegt bei mindestens drei Jahren für beide Immobilienfonds.




Welche Fees, Nebenkosten, Steuern etc. fallen an bzw. sind abzuziehen, um auf eine Netto-Rendite zu kommen?

Beide Immobilienfonds der ERSTE Immobilien KAG sind offene Immobilienfonds nach dem Alternative Investmentfonds Mana- ger-Gesetz (AIFMG) bzw. nach dem Immobilien-Investment- fondsgesetz (ImmoInvFG). Der Immobilienfonds unterliegt nicht der Körperschaftssteuer, sondern der Anleger ist mit sei- nem darauf anfallenden Anteil steuerpflichtig. Der private An- leger (und Steuerinländer), der seinen Anteil bei einer inländi- schen depotführenden Bank deponiert hat, ist ohne weitere Er- klärung mit 27,5 Prozent Kapital-ertragsteuer endbesteuert. Die Managementfee des ERSTE IMMOBILIENFONDS beträgt 0,85 Prozent des Fondsvermögens, im Falle des ERSTE RESPONSI- BLE IMMOBILIENFONDS beträgt diese 0,75 Prozent des Fonds- volumens. Diese sind damit bereits beim Fondsergebnis berück- sichtigt. Jeweilige institutsabhängige Kosten (zum Beispiel Ausgabeaufschlag, Konto- und Depotgebühren) sind darin nicht berücksichtigt.

Was sind die Risiken?

Es handelt sich um eine Investition in Grund und Boden, und der Immobilienfonds ist unabhängig vom Kapitalmarkt – also ein börseunabhängiger Sachwert. Die Wertentwicklung des Immobilienfonds hängt maßgeblich von den erwirt- schafteten Mieterträgen und den Aufwertungen der Immo- bilien ab. Die Risiken eines Immobilienfonds liegen damit hauptsächlich im Immobilienportfolio (Ausfall von Mietern, hohe Leerstände), aber auch in der Steuerung der Liquidi- tät. Natürlich spielen auch die Immobilienpreise am Markt eine wesentliche Rolle. Wenn die Nachfrage nach Immobili- en nachlässt, können die Preise auch fallen. Das Augenmerk liegt damit beim Einkauf der Immobilie und der Entwick- lung des Marktes.


In Bezug auf das Immobilienportfolio ist zu beachten, in welche Immobilien investiert wird, wo die Immobilien lie- gen und wie diese gemanagt werden. Die Liquiditätssteue- rung spielt ebenso eine wichtige Rolle, da der Immobilien- fonds verpflichtet ist, eine Liquid-itätsreserve von mindes- tens 10 Prozent und maximal 49 Prozent zu halten, um täg- lich Rücknahmen von Anteilsscheinen gewährleisten zu können. In Zeiten wie diesen, in denen viele Investoren sich auf Sachwerte und damit Immobilienfonds konzentrieren, besteht eher die Gefahr, dass es zu hohen Mittelzuflüssen kommt, die nicht zeitnah in Immobilien veranlagt werden können. Aufgrund der derzeitigen Zinssituation führt dies zu einer geringeren Performance des Fonds.


In Bezug auf die Liquiditätssteuerung haben sich die beiden Immobilienfonds entschieden, nur ein gewisses Volumen von Anteilsscheinen auszugeben, das zeitnah in Immobilien investiert wird. Dies dient dem Schutz der Anleger, indem die Performance nicht zu sehr belastet wird und bestehende Anteilsscheine nicht verwässert werden. Eine Rückgabe der Anteilsscheine ist aber jederzeit möglich.




Gibt es Gruppen, für die diese Anlage besonders geeignet ist?  Wenn ja, welche und warum?

Beide Immobilienfonds richten sich an Anleger, die in Sachwer- te investieren möchten und bereit sind, ein längerfristiges In- vestment einzugehen. Die besonders konservative Veranlagung wird durch die Nutzungsart Wohnen abgedeckt, diese betont die starke Ausrichtung an die demografische Entwicklung. Die Im- mobilien liegen hauptsächlich in Österreich und im Falle des ERSTE IMMOBILIENFONDS auch zu einem Teil in Hamburg.

Die Fragen wurden von Peter Karl,

CEO der ERSTE Immobilien KAG, beantwortet.