„Viel Praxisbezug“

Dr. Simone Hohenberger, 36, arbeitet als Assistenzärztin im LKH Laas – einem der fünf Spitäler der Kärntner Landeskrankenanstalten- Betriebsgesellschaft – KABEG.

Foto: KABEG

Sie haben Ihre Basisausbildung Ende August 2018 abgeschlossen und machen nun die Facharztausbildung für Innere Medizin im LKH Laas – warum haben Sie sich für genau dieses Spital entschieden?

Hohenberger: Ich bin gebürtige Kärntnerin und hatte das Bedürf- nis, nach meinem Studium, das ich in Graz absolviert habe, wieder nach Hause zu kommen. In Laas hatte ich schon ein Praktikum in meinem klinisch-praktischen Jahr gemacht, das mir gut gefallen hat, und damals mit dem Primar besprochen, dass ich im Turnus zurückkommen kann.

Welche Tätigkeiten haben Sie als Turnusärztin ausüben dürfen?

Blutabnahmen, Venenzugang legen, Patientengespräche für die Anamnese, abhören oder auch die Interpretation von Untersu- chungen wie dem EKG. Dazu kam eine schrittweise Betreuung von stationären Patienten – immer mit dem Backup vom Primarius.

Wer betreut Sie? Wer bildet Sie aus?

Es gibt zwei Oberärzte, die für Ausbildungen zuständig sind, man kann aber jeden jederzeit fragen.

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Ausbildungsplatz?

Den vielen Praxisbezug, den man hier hat. In einem kleineren Spi- tal hat man da einfach andere Möglichkeiten. Man wird vom ers- ten Tag an in den ganzen Arbeitsalltag eingebunden und kann mit- arbeiten, gehört fix zum Team dazu. Man ist hier keine Nummer, es gibt keine Konkurrenz, man meistert einfach gemeinsam die Ar- beit.

Wovon haben Sie bis jetzt am meisten profitiert?

Dem Patientenkontakt, den man ständig hat. Von Anfang an durfte ich bei den Patienten am Bett sein und am Patienten lernen sowie den Umgang mit diesen. Das hat einfach einen besonderen Wert. Ich habe mich unter anderem auch für die Innere Medizin ent- schieden, weil das längere Begleiten von Patienten einfach Meines ist.

Hat Sie der Turnus in Ihrer Berufswahl bestätigt?

Ich habe schon während des Studiums viermal pro Woche in einer Ordination gearbeitet, habe also schon gewusst, dass die Richtung stimmt. Aber der Turnus hat das nur bestärkt, ich möchte auch hier im Krankenhaus bleiben, ich fühle mich hier gut eingebettet.

Was würden Sie einem Medizinstudierenden empfehlen?

Sich ein kleineres Haus zu überlegen, da hat man die Chance mehr zu lernen. Und sich Tipps von den Kollegen holen, zum Beispiel welche Stationen toll sind.

FACTBOX

Die Landeskrankenanstalten- Betriebsgesellschaft KABEG betreibt fünf Spitäler in Kärnten: Klinikum Klagenfurt, LKH Villach, LKH Wolfsberg, LKH Laas sowie die Gailtal-Klinik.

Infos zur Ärzteausbildung in der KABEG: www.kabeg.at