„Flache Hierarchien“

Dr. Anika Schlifelner, 27, arbeitet als Assistenzärztin im Schwerpunktkrankenhaus Oberwart – dem größten Spital der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H.

Foto :privat

Sie haben 2017 die Basisausbildung im Krankenhaus Oberwart ge- macht und sind seit 2018 hier als Assistenzärztin für Allgemeinmedi- zin tätig. Warum haben Sie sich für dieses Krankenhaus entschie- den?

Schlifelner: Ich habe dort bereits sehr gute Erfahrungen im Kli- nisch-Praktischen Jahr sammeln können. Außerdem kann ich es gut von meinem Wohnort aus erreichen.

Wie lange mussten Sie auf einen Platz warten?

Ich musste gar nicht warten. Ich habe einfach ein Mail an den Trä- ger, also an karriere@krages.at geschickt.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag in etwa aus?

Wir beginnen meistens mit einer Morgenbesprechung und der Dienstübergabe. Patienten, die am Vortag aufgenommen worden sind oder besondere Krankheitsbilder zeigen, werden dem Team präsentiert. Danach bereiten wir die Visite vor. Ich helfe der Pflege bei der Blutabnahme und kontrolliere Blutbefunde. Je nach Abtei- lung kommen spezifische Aufgaben dazu, zum Beispiel Neugebore- nen-Untersuchungen. Wenn es sich zeitlich ausgeht, bin ich auch in den Ambulanzen.

Waren Sie schon im OP?

Natürlich! Ein Chirurgiedienst ohne Operation kommt kaum vor. Aber auch in nicht primärchirurgischen Fächern habe ich die Mög- lichkeit, dabei zu sein, beispielsweise bei einer Sectio oder einer Schrittmacher-Implantation.

Wer betreut Sie? Wer bildet Sie aus?

Die erfahreneren Turnuskollegen schulen uns im Umgang mit dem Computersystem. Fachlich werden wir von Assistenzärzten und Fachärzten bis hin zum Primar ausgebildet.

Was schätzen Sie besonders an Ihrem Ausbildungsplatz?

Ich schätze die flachen Hierarchien. Und ich schätze den wirklich offenen Umgang miteinander. Unser Haus in Oberwart ist groß ge- nug, um diagnostisch und therapeutisch sehr vieles abdecken zu können. Und es ist klein genug, um sich im Kollegium zu kennen.

Wovon haben Sie bis jetzt am meisten profitiert?

Ich würde sagen, von den Ambulanzdiensten und von Nachtdiens- ten mit motivierten und erfahrenen Oberärzten.

Was würden Sie einem Medizinstudierenden empfehlen?

Man sollte sich so früh wie möglich in unser Gesundheitssystem integrieren – durch Mithelfen in einer Ordination, durch Famulie- ren, durch OP-Assistenzen. Der Einstieg ins Berufsleben wird dann leichter. Sorgen und Ängste werden weniger. Mit dem nötigen Know-how hat man einfach mehr Freude.

FACTBOX

Die KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H.) betreibt die vier landeseigenen Spitäler im Burgenland (Oberwart, Oberpullendorf, Güssing und Kittsee).

Infos zur Ärzteausbildung in der KRAGES: www.krages.at

E-Mail: karriere@krages.at