You’ve got a ticket to ride!

Verloren in Island: Dieses Wrack eines US-Navy-Flugzeugs ist eine Touristenattraktion in Sólheimasandur. Skateboarden auf dem Dach à la Justin Bieber war Max allerdings nicht erlaubt. Foto: privat

Hagenbergs Studierende können das bejahen. Sie haben die Chance, ein Semester oder Praktikum in Ländern rund um den Globus zu absolvieren – wie jene, die hier über ihre un- vergessliche Zeit fern der Heimat in Island, China oder

Kanada erzählen.

„Game of Thrones“ lässt grüßen

Auf ins Land nördlich der Mauer hieß es für Maximilian Hatzl. Sein Berufsprak- tikum führte ihn nach Island, ins Reich der Vulkane, Geysire, Thermalquellen und Lavafelder. In Reykjavík arbeitete er für die Werbeagentur Silent. Eine stille Zeit war es dort für ihn allerdings nicht. Neben intensiven Brainstorming-Sessi- ons standen für Maximilian auch Filmaufnahmen, Filmschnitt und Postproduc- tion am Programm. Neben dem fordernden Agenturleben blieb dennoch Zeit, die vielen Facetten der am Polarkreis liegenden Insel kennenzulernen: vom Flugzeugwrack in Sólheimasandur über das Eismeer Jökulsárlón am Fuße des Breiðamerkurjökull-Gletschers bis hin zu den Farmhäusern in der nördlichen Einöde. Was Maximilian besonders gefallen hat: „Die einzigartige Landschaft und die Willkommenskultur in Island. Ich habe sogar meinen Aufenthalt um zwei Monate verlängert“, sagt der Student im Bachelor Medientechnik und

-design.

These boots are made for walkin’

Auch Caroline Abl lernte in ihrem Auslandssemester die schönsten Seiten des Nordens kennen – wenn auch nicht Islands, sondern Schwedens. Sie studierte an der Karlstad University, an der 16.000 Personen inskribiert sind und die je- des Jahr über 250 Austauschstudierende willkommen heißt. Für Caroline also eine tolle Chance, viel Zeit mit Studierenden aus aller Welt zu verbringen. Ge- meinsam wurde gekocht, die schöne Natur genossen – und natürlich auch ge- lernt. „Ein großer Pluspunkt in den Kursen war der Fokus auf Gleichberechti- gung und Interaktion“, sagt die Studentin im Bachelor Kommunikation, Wissen, Medien. Als ihr persönliches Highlight bezeichnet sie die einwöchige Wande- rung durch Teile von Schweden und Norwegen. „In den beiden Ländern herrscht Jedermannsrecht. Das bedeutet, dass wir dort übernachten konnten, wo es uns gerade am besten gefiel. Gesehen haben wir während der ganzen Zeit so gut wie niemanden.“

Daher weht der Wind

Auslandspraktikum im Land der Windmühlen und Tulpenfelder gefällig? Ja, bit- te, sagte sich Sarah Schaup-penlehner und bewarb sich bei der Online-Agentur This Page in Amsterdam – mit Erfolg. Sie wurde als Frontend Developerin en- gagiert und war für Website-Entwicklungen verantwortlich.

Für Ausflüge in die kleinen Städtchen Hollands und das Entdecken der typisch niederländischen Traditionen blieb dennoch Zeit. Genauso wie für Luftsprünge vor den 19 zauberhaften Windmühlen von Kinderdijk.

Besonders begeistert zeigte sich die Medientechnik und -design Studentin auch von den Spezialitäten des Landes. Von Stroopwafeles über Poffertjes und Bitterballen eroberten viele süße und saure einheimische Speisen ihr Herz.

Im Land des Ahornblattes

Frieren war bei Arnold Greul entgegen allen Erwartungen nicht angesagt, ob- wohl er sein Auslandssemester in Kanada verbrachte: am Institute of Techno- logy der University of Ontario. Der außergewöhnlich warme Herbst ließ sogar eine Kanutour am Lake Ontario zu.

Bei seiner Erkundungstour durch den zweitgrößten Staat der Erde hinterließen vor allem die unberührten Nationalparks einen bleibenden Eindruck. Ebenso wie ein verlängertes Wochenende in New York, der Besuch von Touristenat- traktionen in Toronto und das eine oder andere Eishockeyspiel der Maple Le- afs. „Kanada ist ein multikulturelles Land, die Leute sind sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Ich fühlte mich hier schnell wie zu Hause”, sagt der Student im Master Sichere Informationssysteme.

Vor Anker im Duftenden Hafen

Eine eindrucksvolle Skyline, einsame Buchten, Großstadtgetümmel und bunte Straßenmärkte: Ein Aufenthalt in Hongkong hat viel Abwechslung zu bieten. Ebendort absolvierte der Medientechnik und -design Student Martin Dorfer sein Praktikum bei Carbon.tv. „Es ist unglaublich wie viele Möglichkeiten es hier gibt. Man lernt unterschiedlichste Menschen kennen und kann jeden Tag tolle Sachen unternehmen“, schwärmt er.

Willkommen im Hightechparadies

Anna Hausberger verbrachte ihr Auslandssemester im Land der Halbleiter, Mi- krochips, Flachbildschirme und Computer, in Südkorea. Durch die Freundlich- keit und Hilfsbereitschaft der Menschen lebte sie sich schnell an der Sung- kyunkwan University in Südkorea ein. Nur ihr Magen hatte etwas länger mit der Umstellung zu kämpfen. „Mittlerweile finde ich das Essen aber echt lecker”, bekräftigt die Mobile Computing Studentin.

Asiens Inselperle entdecken

Daniela Huber und Rene Kathofer zog es nach Taiwan, auch als Formosa be- kannt, was im Portugiesischen „schön“ bedeutet. Sie verbrachten das dritte Se- mester ihres Software Engineering Masterstudiums an der National Taiwan University of Science and Technology in Taipeh. „Das Land ist wunderschön, die Menschen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Wenn man sich erst an die hohe Luftfeuchtigkeit, mehr als 25 °C im Novem-ber und die Tatsache, dass es jederzeit zu regnen beginnen kann, gewöhnt hat, verbringt man gern seine Zeit mit Erkundungen auf der ganzen Insel“, sagt Daniela.

Roadtrip nach Gjøvik

Reise lieber ungewöhnlich lautete das Motto der beiden Mobile Computing Studierenden Laureen Schausberger und Mark Peneder. Statt zu fliegen fuhren sie mit dem Auto zur Norwegian University of Science and Technology in Gjøvik. Nach rund 2000 Kilometern und Zwischenstopps in Berlin, Kopenha- gen und Göteborg war das Ziel erreicht und das Abenteuer Auslandssemester konnte beginnen. „Nachdem wir uns damit abgefunden haben, dass der Som- mer in Norwegen eigentlich Herbst heißen müsste und alles um ein Vielfaches teurer ist als daheim, war alles super“, sagen die beiden. „Besonders hat es uns gefallen, eine kleine internationale Familie zu sein. Wir konnten so viele neue Freundschaften knüpfen.“

Beim Wandern auf dem Preikes- tolen wurde Ca- roline mit dieser Aussicht auf den Lysefjord be- lohnt.

Foto: privat

Jump in and have fun – Sarah beim Sprung über die Windmühlen von Kinderdijk, die 1997 von der

UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden.  Foto: privat

Unberührte Nationalparks und Kanu-Action am Lake Ontario boten Arnold eine willkommene Abwechslung. Foto: privat

Unberührte Nationalparks und Kanu-Action am Lake Ontario boten Arnold eine willkommene Abwechslung. Foto: privat

Die eindrucksvollen Skylines Hongkongs und Macaus laden zu Selfies ein, findet Martin.

Foto: privat

Skyline von Macau.

Foto: privat

Voller Motivation am anderen Ende der Welt: Anna in Südkorea.

Fotos: privat

Daniela und Rene auf Entdeckungs- tour im Pagoden- Paradies Taiwan.

Fotos: privat


Auch wenn es in Norwegen keinen Sommer gibt: Das Eis muss man pro- bieren.

Fotos: privat

Laureen (links) erlebte viele Abenteuer mit ihrer internationalen Familie.

Fotos: privat

Hagenberg international

-Studiensemester und Praktika können auch im Ausland absolviert werden (mehr Fotos: www.fh-ooe.at/fotos-outgoings-hgb), Unterstützung durch das Internatio- nal Office am Campus bzw. den gewählten Studiengang

-Aktuell rund 100 Partnerhochschulen in über 30 Ländern

(Details unter www.fh-ooe.at/partnerunis-hgb)

-Drei Masterstudiengänge in englischer Sprache: Interactive Media, Mobile Com- puting, Energy Informatics

-Double-Degree-Abkommen zwischen dem Masterstudiengang Software Enginee- ring und dem renommierten Department für Mathematik und Computer Science der süditalienischen Università della Calabria (www.fh-ooe.at/se-ma)

-Diverse internationale Veranstaltungen, z. B. International Evenings, der Interna- tional Summer Workshop on IT Education and Research und das Security Forum


Mehr Infos:

www.fh-ooe.at/international