Fit für den

Berufsalltag

„Ui, das hab ich mir aber ganz anders vorgestellt“ – solche Enttäuschungen gibt es bei den AbsolventInnen der praxisnahen Studiengänge des FH OÖ Campus Steyr nicht. Haben sie durch früh gewonnene Einblicke doch eine klare Vorstellung vom zukünftigen Arbeitsle- ben und bereits reichlich Erfahrung.

Ihre Karriere hat Katja Kober fest im Griff. Engagiert hat die heute 27-Jährige erst das Bachelorstudium Produktion und Management an der FH OÖ Fakultät für Management absolviert, gefolgt vom Master in Operations Management. Direkt nach Abschluss ihres Studiums wurde der jungen Oberösterreicherin dann eine Topposition beim Kunststoff- und Metallverarbeitungsunternehmen Promotech übertragen – und zwar als Leiterin des Personalmanagements. In den zweieinhalb Jahren in dieser Funktion hat sie ihren Job so gut gemeistert, dass ihr Aufgabenbereich kürzlich ausgeweitet wurde. Heute trägt die ambitio- nierte Führungskraft nicht nur die Verantwortung für ein eigenes Team, son- dern ihr ist auch die gesamte Lehrlingsausbildung unterstellt.

Als Basis ihres Erfolgs sieht Katja Kober ihre Ausbildung und vor allem die große Praxiserfahrung, die sie in ihren Studien bereits machen konnte. Sind doch beide Studiengänge, die sie am FH OÖ Campus Steyr absolviert hat, be- kannt für ihren Schwerpunkt auf praktische Erfahrung.


Wichtige Einblicke in den Berufsalltag

Wohin es beruflich einmal gehen soll, hat Kober schon als Schülerin gewusst – nämlich in den Bereich Human Resources. Ihre Ausbildung hat sie dement- sprechend gewählt: „Mir war ein sehr praxisbezogenes Studium wichtig, weil ich schon Einblicke in den Berufsalltag gewinnen und die Abläufe in Produkti- onsbetrieben kennenlernen wollte“, erzählt sie. „Außerdem war es für mich es- senziell, dass ich die Inhalte, die ich lerne, auch gleich anwenden kann, und der FH OÖ Campus Steyr hat genau das geboten.“

So hat sie bereits während ihres Bachelorstudiums an verschiedenen Projek- ten in Betrieben mitgearbeitet und viele Unternehmen kennengelernt. „Auch im Masterstu- dium war der Praxisbezug extrem hoch, man musste viel selber or- ganisieren und hat darauf Rückmeldungen von den Betreuern im Unterneh- men bekommen“, erinnert sich die heutige Personalleiterin. Diese Kontakte, die sie während ihrer Ausbildung knüpfen konnte, sieht Katja Kober als weiteren großen Vorteil des FH-Studiums. Ebenso wie die Tatsache, dass die Unterneh- men meist sehr gute Erfahrung mit Studierenden der FH gemacht haben und dadurch besonders aufgeschlossen für eine Zusammenarbeit sind. „Die Perso- nalentscheider wissen, dass die Studierenden die Aufgabenstellungen selbst- ständig abwickeln können und gute Theorie im Hintergrund haben“, erklärt Ko- ber.


Viele Kontakte als Bonus

Die Vorteile, die einem das Studium am FH OÖ Campus Steyr bringt, muss man aber auch nützen – und dazu braucht es durchaus eine Portion Eigenin- itiative, weiß Katja Kober: „Man muss die Unternehmensprojekte und Praktika dahingehend nutzen, dass man viele Kontakte herstellt. In der Regel trifft man sich im Berufsleben wieder, und das Netzwerken ist sehr hilfreich für die weite- re Zukunft.“

Noch relativ am Anfang seiner studentischen Karriere steht Dominik Dirnber- ger, hat der 22-Jährige doch gerade mit seinem dritten Semester des Bachelor- studiums Prozessmanagement und Business Intelligence begonnen. In sei- nem Studium lernt er, wie man große Datenmengen sammelt und diese dann gut und geordnet darstellen kann, um daraus etwas abzuleiten. In der Regel geht es um Verbesserung und Optimierung von Abläufen.


Studium gleich konkret anwenden

Neben dem Studium, das er berufsbegleitend absolviert, arbeitet Dirnberger bei dem Gesundheitsunternehmen Fresenius Kabi Austria in Linz, das Arznei- mittel und Medizinprodukte für die Therapie und Betreuung von kritisch und chronisch Kranken produziert und vermarktet. Dort ist der ehrgeizige Oberös- terreicher gleich in zwei Abteilungen führend tätig. „Ich bin selber Produzent von bestimmten Medikamenten, aber auch in die ständige Verbesserung der Arbeitsprozesse involviert“, erklärt er. Durch die Kombination von Arbeit und Studium, war ihm bei der Wahl des Studiengangs eines besonders wichtig: „Dass ich mein Studium gleich anwenden und in der Praxis umsetzen kann“, so Dirnberger. Deshalb wollte er „auch nicht einfach irgendwas studieren, sondern ganz gezielt etwas, was mich in meinem Beruf auch weiterbringt.“


Vortragende aus der Praxis

Im jetzigen Semester starten für den Jahrgangssprecher die ersten Unterneh- mensprojekte – etwas worauf er sich schon sehr freut. „Wir können uns einen Fachbereich aussuchen. Ich habe mich für Gesundheit entscheiden, weil da mein beruflicher Fokus liegt“, so der Student. „Wir bekommen dafür eine kon- krete Frage- stellung und müssen diese direkt vor Ort, zum Beispiel in einem Krankenhaus, bearbeiten“, erläutert er weiter. In der Folge gilt es dann das Pro- blem zu analysieren, die Stärken und Schwächen von Prozessen vor Ort zu er- mitteln und anschließend Maßnahmen zu erarbeiten, um diese später in die Routine überzuführen.

„Diese Projekte und später im Studium dann das Berufspraktikum, sind für mich genau die Praxisnähe, die mir so wichtig ist,“ betont Dominik Dirnberger. „Durch den Einsatz in verschiedenen Branchen und das Hineinschnuppern in unterschiedliche Aufgabengebiete kann man besser herausfinden, was einem liegt und was eher nicht infrage kommt.“ Auch dass viele Vortragende selbst aus der Praxis kommen, ist ein Umstand, der für ihn essenziell ist. „So lernen wir nicht nur wichtige Theorie, sondern sind gut vorbereitet auf kommende be- rufliche Herausforderungen und werden nicht einfach später ins kalte Wasser geworfen“, so der junge Linzer.

Sein Fazit: „In Zeiten, in denen Firmen immer mehr Wert auf praktische Er- fahrungen legen, ist ein praxis- orientiertes Studium wesentlich besser als ein rei- nes Theoriestudium.“ Dominik Dirnberger fühlt sich auf jeden Fall bestens versorgt für seine berufliche Zukunft, die in jedem Fall im Gesundheitsbereich liegen wird.

Als Basis ihres Erfolgs sieht Katja Kober ihre große Pra- xiserfahrung.

Foto: privat


Rechts: Dominik Dirnberger freut sich auf sein erstes Unternehmensprojekt.

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