Illustration: Rainer Messerklinger

Der Weg zum Traumjob

Einen guten Arbeitsplatz zu finden ist der logische Abschluss eines Studiums. Aber irgendeiner soll es nicht sein. Sondern viel- mehr einer, der richtig Spaß macht, bei dem man sich stetig weiterentwickeln kann, und das in einem Unternehmen, in dem man wertgeschätzt wird. Wie sie ihren Traumjob gefunden ha- ben, erzählen drei AbsolventInnen …

„Technische AbsolventInnen sind gefragter denn je, und so haben viele die Qual der Wahl“, weiß Marion Friedl, Organisatorin der Karrieremesse am FH OÖ Campus Wels. „Wichtig ist es vor allem aber, einen Job zu finden, der gut zu einem passt. Und für die Region Oberösterreich ist es natürlich auch ent- scheidend, diese gut ausgebildeten Arbeitskräfte hier zu halten.“

Deshalb ist die Karrieremesse für beide Seiten – die zukünftigen Arbeitneh- mer und die Unternehmen – ein wichtiger Schritt, um Kontakt aufzunehmen, sich kennenzulernen und um über mögliche Vorstellungen zu sprechen.

„Ich empfehle unseren Studierenden, sich in Vorbereitung auf die Messe das Messemagazin der FH OÖ Campus Wels in Ruhe anzuschauen und sich über die teilnehmenden Firmen genau zu informieren“, so Friedl. „Das gilt auch für die jüngeren Semester“, empfiehlt die Karriereexpertin. „Schließlich stehen ja auch im Studium Praktika an, da kann man jetzt schon Kontakte knüpfen.“

Optimale Vorbereitung

Wichtig ist es, sich nicht nur über die Unternehmen im Allgemeinen zu infor- mieren, sondern auch über mögliche Stellenangebote, welche beruflichen Möglichkeiten es gibt und welche Themenfelder interessieren könnten. Denn je besser man vorbereitet ist, desto mehr Eindruck macht man, und schon ist man seinem Traumjob einen Schritt näher.

Dazu gehören auch das richtige Auftreten und der richtige Lebenslauf: „Das passende Bewerbungscoaching – auch auf Englisch – wird im Vorfeld ange- boten. Ebenso wie der Profifotograf fürs Foto auf dem Lebenslauf und ein CV- Check“, freut sich Friedl über das große Serviceangebot für die FH-StudentIn- nen.

Marion Friedl B.A.,

Organisatorin der Karrieremesse am FH OÖ Campus Wels

Foto: Sabine Kneidinger

Karriere-Woche

Bewerbungsfoto-Shooting*

am 4.10. mit Fotografin

Sabine Kneidinger powered by

Alumni Club FH OÖ

Bewerbungs-Coaching*

am 8.10. „Ab in den Papierkorb oder

auffallen um jeden Preis?“ powered

by Alumni Club FH OÖ

„Die Gehaltsfrage“*

am 9.10. „Wie du sicherstellst, dass

du das bekommst, was du wert bist“ powered by FiP.S

Application Coaching*

am 10.10. „Apply with Style – How to impress with your application in Austria“ powered by HILL Webersdorfer

FH-KARRIEREMESSE WELS

am 11.10. von 12:00 Uhr bis 17:30 Uhr inkl. kostenlosem CV-Check powered by HILL Webersdorfer


Nähere Informationen und

*Anmeldung unter

www.fh-ooe.at/karrieremesse-wels

Stefanie Bauer MSc, 31,

Absolventin „Innovations- und Produktmanagement“

Derzeitiger Job

Manager Intellectual Property & Innovation bei FACC Operations GmbH in St. Martin im Innkreis. Ich bin bei FACC divisionsübergreifende Hauptverantwortli- che für diese Bereiche als Abteilungsleiterin.


Was macht den richtigen Job für Sie aus?

Für mich ist es immer sehr wichtig gewesen, meine Kenntnisse, Fähigkeiten und Stärken gut in meinem Job ausleben zu können. Die Stelle wurde deshalb mehr- fach auf meine Skills zugeschnitten und angepasst. Diese Wertschätzung, die da- durch meiner Person entgegengebracht wurde, war für mich sehr wertvoll und wichtig und hat mich noch mehr ans Unternehmen gebunden.


Wie haben Sie herausgefunden, was der richtige Job für Sie ist?

Ich habe gelernt, dass sich Jobs auch entwickeln können. Dazu gehören jedoch ein gewisses Durchhaltevermögen, Kontinuität, Fleiß und Engagement und Loya- lität dem Unternehmen gegenüber. Fachlich hätte ich nicht geglaubt, im Bereich Intellectual Property zu landen – jedoch standen mir aufgrund meiner fachlich sehr breiten Ausbildung sehr viele Wege offen. Die innerbetrieblichen Möglichkei- ten haben sich dann einfach mit meinen Stärken verbunden.


Was hat das Studium dafür gebracht?

Die Praktika und Projektarbeiten in verschiedenen Unternehmen waren wichtige Erfahrungen für mich. Ich habe dadurch Berufsfelder und Abteilungen in großen Unternehmen kennengelernt. Auch konnte man in unterschiedliche Rollen schlüpfen (Projektleiterin, Projektmitarbeiterin, Schnittstelle zu externen Firmen …) – dadurch habe ich zusätzlich zur Projekterfahrung auch eine Vorselektion re- levanter Positionen fürs spätere Berufsleben miterledigen können.


Wie haben Sie sich über die für Sie interessanten Unternehmen informiert?

FACC und andere bekannte Unternehmen wurden während des Studiums oft als Beispiel in den Lehrveranstaltungen erwähnt, auch waren häufig Vortragende aus Industriebetrieben an der FH tätig. Man bekam dadurch schon ein erstes gu- tes Gespür für Unternehmen.

Die Karrieremesse war immer ein kleines Highlight des Jahres – man konnte vor- fühlen, welche Stellen bei den Unternehmen gefragt waren – und gab auch uns als Studenten ein Gefühl, wie wir uns bei tatsächlichen Bewerbungsprozessen zielführend am Markt präsentieren konnten. Außerdem war es ein guter Markt- platz für Praktikumsplätze.


Was empfehlen Sie Studierenden?

In einer Firma, die einem grundsätzlich zusagt, einmal Fuß zu fassen. Nach einer Einarbeitungszeit und Sammlung von Erfahrung in diesem Unternehmen stehen einem meist viele Möglichkeiten offen. Mit Fleiß und Ehrgeiz kann man sich im- mer einen guten Ruf und Entwicklungsmöglichkeiten erarbeiten – das hat bei mir ganz gut funktioniert.


Weitere erfolgreiche Testimonials

www.fh-ooe.at/ipm

Nicole Diewald MSc, 24, Absolventin „Öko Energietechnik“

Derzeitiger Job

Technische Koordinatorin für Forschungskooperationen bei

Fronius International GmbH


Was macht den richtigen Job für Sie aus?

In meinem Job bilde ich die Schnittstelle zwischen externen Forschungspart- nern, mit denen wir in nationalen und internationalen Projekten zusammenarbei- ten, und der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Fronius. Meine Aufgabe ist es, neue Erkenntnisse und Lösungen die in den Projekten gemeinsam erarbei- tet, getestet und analysiert werden, in die Firma einzubringen. Dabei gefällt es mir besonders, mit vielen verschiedenen Themen konfrontiert zu werden und da- durch ständig Neues dazuzulernen.


Wie haben Sie herausgefunden, was der richtige Job für Sie ist?

Im Rahmen des Studiums hatte ich die Gelegenheit, einen Einblick in viele unter- schiedliche Teilgebiete der Energietechnik zu gewinnen, dadurch hat sich für mich schnell herauskristallisiert, wo meine eigenen Interessen liegen und in wel- cher Rolle in einem Team ich meine Stärken am besten ausspielen kann.


Was hat das Studium dafür gebracht?

Das verpflichtende Berufspraktikum im Bachelorstudium hat mir die Möglichkeit geboten, zum ersten Mal echte Arbeitsluft zu schnuppern. Dabei habe ich neben den eigenen Tätigkeiten auch von Kollegen in anderen Positionen mitbekommen, wie der Arbeitsalltag später aussehen könnte.


Wie haben Sie sich über den Job / das Unternehmen informiert?

Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen Fronius und der FH konnte ich bereits meine Masterarbeit für die Firma schreiben, wodurch ich Kontakte für meinen späteren Einstieg als Vollzeitmitarbeiterin knüpfen konnte.


Was empfehlen Sie Studierenden?

Viele unterschiedliche Tätigkeiten auszuprobieren, um den Job zu finden, der ei- nem auch wirklich Freude bereitet, und sich nicht von zu hohen Anforderungen, wie sie oft in Stellenausschreibungen zu finden sind, einschüchtern zu lassen.


Weitere erfolgreiche Testimonials

www.fh-ooe.at/oet

Klaus Jax MSc, 33, Absolvent „EntwicklungsingenieurIn Metall- und Kunststofftechnik“

Derzeitiger Job

Material Expert bei Primetals Technologies Austria GmbH


Was macht den richtigen Job für Sie aus?

Der richtige Job sollte fordernd und fördernd aber nicht überfordernd sein. Er soll Aufstiegschancen bzw. Entwicklungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeiten und in- teressante Aufgaben bieten. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein sympathisches, motiviertes Team, das offen für neue Ideen und dadurch führend im jeweiligen Bereich ist, sowie eine transparente Entlohnung abhängig von Verantwortung und Aufgabengebiet.


Wie haben Sie herausgefunden, was der richtige Job für Sie ist?

Für mich war die Übereinstimmung von persönlichen Interessen und Stärken mit den Themengebieten und Aufgabestellungen des Unternehmens ausschlagge- bend. Der richtige Job ist es meiner Meinung dann, wenn man gerne und mit Freude auf bereits vergangene und noch bevor-stehende Herausforderungen bli- cken kann. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Entfernung zum Wohnort spielen eine große Rolle.


Was hat das Studium dafür gebracht?

Die Berechtigung und Chance einen derartigen Job zu bekommen. Fachlich war der breite Wissensaufbau, persönliche Weiterentwicklung sowie die Fähigkeit, Projekte zu leiten sehr hilfreich. Das Studium half auch beim Aufbau meines Netzwerks von nationalen und internationalen Experten bei Tagungen und Konfe- renzen.


Was empfehlen Sie Studierenden?

Aus meiner Sicht sollte man seine Stärken richtig einsetzen und auf Basis der selbst gesteckten Ziele weitere Ausbildungen erwerben, um diese später vorteil- haft einsetzen zu können. Man sollte sich schon im Vorfeld darüber im Klaren sein wohin die Reise gehen soll z.B.: PhD, zusätzliches Masterstudium, Wirt- schaftsstudium oder direkter Einstieg in die Berufswelt. Am Ende geht es darum, selbstbewusst aber mit realistischen Forderungen in Bewerbungsgespräche zu starten.


Weitere erfolgreiche Testimonials

www.fh-ooe.at/mkt