Mit Technik aufs Siegerpodest

Ein selbstgefertigter Autocrossbuggy, der auf Platz eins fährt, und ein Studiengang, der zum bereits neunten Mal alle FH-Rankings krönt – so punktet man mit Technik.

Stefan Oberpeilsteiner brennt seit seiner Kindheit für zwei Themen: Autos und Technik. Kein Wunder also, dass er schon seit Jahren an eigenen Fahr- zeugen werkt. Bereits im Alter von 13 Jahren entwickelte er gemeinsam mit seinem Cousin und dessen Vater einen einsitzigen Sportwagen, der bei einer Juniorenmeisterschaft starten konnte. Um mehr Fachwissen zu er- langen, besuchte der heute 29-Jährige erst eine HTL mit Schwerpunkt Au- tomatisierungstechnik, anschließend die FH OÖ Wels, an der er ein Maschi- nenbaustudium absolvierte. „Mein Interesse galt schon früh der Simulati- on, die ja gerade im Autobereich besonders wichtig ist“, begründet der Oberösterreicher seine Studienwahl. „Denn wenn man etwas erst in der Realität ausprobiert und es funktioniert nicht oder geht sogar kaputt, ist das natürlich furchtbar.“ Gegen Ende des Studiums wollte der Technikfan das neu erlernte Wissen anwenden und entwickelte gemeinsam mit dem alten Team erneut einen Autocross-Wagen. Mit diesem XBug holten sich die privaten Autobauer erst den Vizestaatsmeistertitel und gewannen 2017 sogar die zentraleuropäische Zonenmeisterschaft.


Der Traum vom selbstgebauten Auto

„Entwickelt wurde dieses Auto am Computer, dafür konnte ich mein Simu- lationswissen aus dem Maschinenbaustudium anwenden“, so der Kon- strukteur. Und beschreibt die Details: „Hochbelastete Teile habe ich einer Festigkeitsberechnung unterzogen, weiters habe ich Dynamiksimulationen einzelner Komponenten und auch des Gesamtfahrzeuges durchgeführt.“

Die Simulationen lassen Oberpeilsteiner übrigens auch nach Beendigung seines Studiums nicht los – heute ist er an der FH OÖ Wels als wissen- schaftlicher Mitarbeiter tätig, schreibt an seiner Dissertation und arbeitet an neuen Methoden der Simulation bewegter Teile. Und auch das Thema Auto ist noch nicht vom Tisch. „Mein Traum ist es, ein Auto zu entwickeln und zu bauen, das auf der Straße fahren darf“, erklärt der Sarleinsbacher. Vielleicht finden sich ja Sponsoren, die das Team unterstützen, und schon bald fährt ein echter Oberpeilsteiner auf der Straße …


Ein Hoch auf die Automatisierungstechnik

Preiswürdig ist auf jeden Fall ein Welser Studiengang. Wurde doch kürzlich das Studium „Automatisierungstechnik“ als bester FH-Studiengang gekrönt – und das bereits zum neunten Mal im „Industriemagazin“ von einer re- nommierten Fachjury: Ganze 600 Führungskräfte warfen ihr kritisches Auge auf 335 FH-Studiengänge. Dass dieses Studium so gut abschneidet, liegt an der hohen Qualität der Lehre und Forschung. „Unsere AbsolventIn- nen sind extrem gefragt“, freut sich Studiengangsleiter Burkhard Stadl- mann. „Jeder von ihnen hat nach Abschluss des Studiums mindestens zwei Jobangebote.“


Königsdisziplin der Technik

Neben dem hohen Ausbildungsniveau schätzen die Unternehmen vor allem die Praxis der Studierenden und die Tatsache, dass diese „berufstauglich“ sind. „Durch die Forschungsprojekte während des Studiums haben die Stu- dierenden schon eine gute Problemlösungskompetenz entwickelt“, betont Stadlmann einen weiteren Vorteil. Und weiß, dass prinzipiell doppelt so vie- le AbsolventInnen, wie tatsächlich verfügbar sind, vermittelt werden könn- ten. Doch KandidatInnen zu finden gestaltet sich gar nicht so einfach, ist doch Automatisierungstechnik die „Königsdisziplin der Technik“ und schon eine echte Herausforderung. Wer sich dieser stellen mag, sollte sich bewer- ben. An späteren Jobangeboten wird es nicht mangeln.


Der Maschinenbau-Absolvent

DI Stefan Oberpeilsteiner machte sein Hobby zum Beruf.

Foto: B. Plank imbilde.at

Studiengangsleiter

FH-Prof. DI

Dr. Burkhard Stadlmann

Foto: privat

Jeder von unseren AbsolventInnen hat mindestens zwei Jobangebote nach Abschluss des Studiums.

FH-Prof. DI Dr. BurkhardStadlmann,

Studiengangsleiter Automatisierungstechnik

Technik-Studiengänge

-Automatisierungstechnik

-Bauingenieurwesen im

Hochbau

-Electrical Engineering

-EntwicklungsingenieurIn

Maschinenbau

-EntwicklungsingenieurIn

Metall und

Kunststofftechnik

-Leichtbau &

Composite-Werkstoffe

-Robotic Systems

Engineering


www.fh-ooe.at/campus-wels