Erfolgreiche Franchiseprofis geben Tipps

„Ich bin Chef!n“

Spaß an der Selbstständigkeit, der Wille zum Erfolg, kei- ne Scheu vor Verantwortung und eine hohe Identifikati- on mit dem jeweiligen System – das macht die Fran- chisenehmer!nnen aus, die wir Ihnen hier vorstellen. Sie erzählen von ihren Anfängen, berichten, wo sie heute stehen, und halten einige wertvolle Tipps für Franchise- Interessierte bereit.

Fotos: Roland Unger

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Franchisenehmerin zu wer- den?

Ich habe damals nach einer Idee gesucht, um mich selbstständig zu machen. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits Mitglied bei Mrs. Sporty und vom Trainingskonzept begeistert. Mittlerweile leite ich erfolgreich vier eigene Clubs: drei in Wien und einen, damit es spannend bleibt, am anderen Ende des Landes, in Dornbirn.

Was sind für Sie Vorteile von Franchising?

Ich bin Mama von drei Kindern – das dritte Kind habe ich wäh- rend meiner Selbstständigkeit bekommen –, da ist es wirklich Gold wert, Herr bzw. Frau seiner Zeit zu sein. Daneben trage ich gern Ver- antwortung, habe meinen Erfolg selbst in der Hand und profitiere vom Wissen eines etablierten Systems.

Was raten Sie anderen, die sich mit Franchising selbstständig ma- chen möchten?

Franchising ist für alle etwas, die wichtige Eigenschaften eines Unternehmers mitbringen, aber das Risiko des Ungewissen etwas scheuen. Meine Erfahrung ist: Nutzt man das vorhandene Know- how, kann nichts schiefgehen.

Sie sind bereits fünf Jahre selbstständig. Wie geht es +Ihnen heu- te?

Danke, mir geht es gut. Ich habe meine Entscheidung, mich mit RE/MAX selbstständig zu machen, nie bereut. Natürlich ist es her- ausfordernd, Unternehmer zu sein, aber meine Arbeit macht mir Freude. Ich schätze die Möglichkeit, freie, eigene Entscheidungen treffen zu können, flexibel zu sein und mir mit dem Erfolg einen ei- genen Unternehmenswert aufzubauen.

Warum haben Sie sich für RE/MAX als Franchisesystem entschie- den?

RE/MAX ist eine starke und bekannte Marke im Immobilienbe- reich mit einer guten Präsenz in Österreich. Überzeugt hat mich auch die Handschlagqualität der Franchisegeber.

Gibt es Fehler, die Franchisenehmer generell vermeiden könnten?

Im Grunde genommen kann man fast alle Fehler vermeiden, wenn man sich an die Ratschläge des Franchisegebers hält, einen soliden Businessplan erstellt und die dort festgehaltenen Punkte strikt verfolgt.

Was hat Sie dazu motiviert, Franchisenehmerin zu werden?

Ich wollte schon immer selbstständig sein und als Quereinsteige- rin ist Franchising für mich die optimale Wahl. Vom Markenkonzept war ich schnell begeistert, auch weil mein Bruder zu dem Zeitpunkt bereits fünf Jahre als Restaurantmanager bei Subway gearbeitet hat. Heute unterstützt er mich im operativen Geschäft und wir sind ein dynamisches Team.

Was fasziniert Sie an Subway?

Mit mehr als 45 000 Restaurants ist Subway die weltweit größte Fastfood-Kette. Das Konzept wird ständig weiterentwickelt, das Be- treiben eines eigenen Restaurants ist beinahe risikolos und das In- vestment vergleichsweise gering.

Was sind die Vorteile von Franchising?

In einem Franchisesystem ist man Teil eines Konzepts, man bleibt aber Unternehmer. Die Marke ist bereits bekannt und die Gäste kommen ab dem ersten Tag in dein Restaurant. Darüber hinaus profitiert man von Marketingkampagnen, ausgereiften Konzepten und der Unterstützung durch Development Agents.

Was war für Sie der Anlass, sich selbstständig zu machen?

Zu Biosonie bin ich über die Gründerin Irene Rosel gekommen, de- ren Geschäftstüchtigkeit ich sehr schätze. Daneben war mein Inter- esse für das Gesundheitsthema groß. Im Franchising kann man selbstständig sein, ohne das Rad neu erfinden zu müssen. Das gibt natürlich viel Sicherheit und macht den Kopf freier.

Welche Eigenschaften sollte der optimale Franchisenehmer mit- bringen?

Auf jeden Fall unternehmerisches Denken und Handeln. Daneben Verantwortung, denn Franchisenehmer sind für das Führen ihres Geschäfts selbst verantwortlich. Und natürlich den Willen, Einsatz und Leistung zu bringen.

Was sollte man beachten?

Ganz wesentlich ist es, die Bedingungen zu klären, also etwa die Höhe der Marketing- und Franchisinggebühren und ob ich mich mit dem System identifizieren kann.


Wie beurteilen Sie Ihren Start in die Selbstständigkeit heute?

Der Einstieg ins Franchisesystem hat zu Beginn etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, als gedacht. Aber mittlerweile bin ich dort gut „angekommen“. Mit TAB konnte ich Unternehmer werden, ohne auf mich allein gestellt zu sein.

Wem würden Sie Franchising empfehlen?

Ich empfehle Franchising allen, die als UnternehmerIn tätig sein möchten und sich mit dem gewählten System identifizieren kön- nen. Ich sehe einen der Vorteile darin, dass man seine „Taktrate“ selbst bestimmen kann.

Welche Fehler können neue Franchisenehmer Ihrer Meinung nach vermeiden?

Das Wichtigste ist, mit realistischen Erwartungen an die Sache heranzugehen, denn: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel!“ Ich empfehle auch, das Franchisesystem sehr genau zu prüfen, be- vor man sich langfristig an eines bindet.

Wie geht es Ihnen als Unternehmerin?

Mir geht es sehr gut, ich habe die für mich absolut richtige Ent- scheidung getroffen. Das Leben als Unternehmerin hat natürlich Vor- und Nachteile, doch die Vorteile überwiegen aus meiner Sicht.

Sie haben sich für ein Fashionunternehmen als System entschie- den. Warum?

Park Lane Fashion überzeugt mich sehr. Zum einen das Produkt selbst, zum anderen die Professionalität und das Know-how des Head Quarters.

Was geben Sie Franchising-Neulingen mit auf den Weg?

Zunächst muss man sich bewusst werden, was man wirklich will: ein Leben als Unternehmerin oder ein Leben als Angestellte. Das bedeutet auch, in umsatzschwächeren Zeiten nicht gleich das Handtuch zu werfen. Eine neue Marke braucht eine gewisse Zeit zum Wachsen. Und dann heißt es, immer zu 100 Prozent hinter dem Produkt zu stehen.

Mag. Snjezana Topic

Franchisesystem: Mrs. Sporty

Sparte: Fitness

Franchisenehmerin: seit 2010

Mag. Manfred Zeilinger

Franchisesystem: RE/MAX

Sparte: Immobilien

Franchisenehmerin: seit 2013

Sara Ghassemi

Franchisesystem: Subway

Sparte: Gastronomie

Franchisenehmerin: seit 2016

Erika Arzberger

Franchisesystem: Biosonie

Sparte: Gesundheit

Franchisenehmerin: seit 2015

Andreas Dragosits

Franchisesystem: TAB – The Alternative Board

Sparte: Unternehmensberatung

Franchisenehmerin: seit 2017

Cornelia Grenier

Franchisesystem: Park Lane Fashion;

Sparte: Mode

Franchisenehmerin: seit 2018